Aus dem Münsterland: SPD-Münsterlandausschuss zu Geburtswehen der Münsterland-Marketing
"Die Geburtshelfer waren anwesend. Doch die vereinsrechtliche Geburtsstunde des neuen Marketing–Vereins für das Münsterland ist aus juristischen Gründen erst einmal ausgefallen – das ist eine schallende Ohrfeige für den Kreis der Vorbereiter", beurteilt Bernhard Daldrup als Vorsitzender des SPD–Münsterlandausschusses das Scheitern der Gründungsversammlung am 12. November.
Die geänderten juristischen Voraussetzungen für Vereinsgründungen bzw. deren Gemeinnützigkeit seien allgemein bekannt gewesen – zeigten sich die SPD–Vertreterinnen und Vertreter aus dem Münsterland irritiert über die wenig professionelle Vorbereitung der für den 12. November geplanten Gründungsversammlung.
Die Neugründung stand ohnehin zur aktuellen Sitzung des SPD–Münsterlandausschusses auf der Tagesordnung; wenn auch aus anderen Gründen. Große Probleme sieht die SPD im Münsterland nämlich auch bei der Zusammensetzung des neuen Vorstands. Waren bislang sowohl im Vorstand der Aktion Münsterland als auch des Grünen Bandes die beiden großen Parteien vertreten, sind bislang nur CDU–Vertreter für den elfköpfigen Vorstand des neuen Vereins benannt. Zwar gibt es laut Satzung die Möglichkeit, dass die Bürgermeisterkonferenzen der Kreise Coesfeld und Warendorf auch Städte und damit Verwaltungschefs für den Vorstand benennen, die nicht der CDU angehören.
"Die SPD im Münsterland hält es auch in Zukunft für wichtig, dass nicht nur eine Partei für die Geschicke der neuen Organisation zuständig ist, unter deren Dach immerhin auch die regionale Kulturarbeit und die Regionalagentur angesiedelt sind. Wir wollen weiterhin eine plurale Ausrichtung dieser Arbeit und fordern die politischen Gremien in den Kreisen auf, sicherzustellen, dass auch Vertreter anderer Parteien an der Arbeit im Vorstand des neuen Vereins beteiligt werden", fasst die SPD–Landtagsabgeordnete Elisabeth Veldhues als bisheriges Vorstandsmitglied der Aktion Münsterland die Position zusammen. "Zumal die Finanzierung der Arbeit des Vereins aus Steuermitteln geschieht."
Kritisch sehe die SPD auch die überraschenden personellen Veränderungen im Kulturbüro – durch den plötzlichen Weggang Guido Froeses und in der Frage der Geschäftsführung durch den Rückzug Hans–Ulrich Franks, äußert André Stinka, Coesfelder SPD–Landtagsabgeordneter. "Wenn die SPD im Münsterland die Arbeit des neuen Vereins unterstützen soll, gelingt das nur, wenn sie auch weiterhin beteiligt ist."



